Werke

Alfred Gockel, Wernfried Hübschmann, Reimund Kasper, Joey Schmidt-Muller


ALFRED GOCKEL

 

trägt den Zylinderhut, zu Goyas Zeiten Symbol der liberalen Gesinnung und schaut entschlossen nach vorne. Dämon und Esel, Goyas Symbol für Adel = die Mächtigen, blicken selbstbewusst und fordernd aus dem Bild, während im Hintergrund "Liberale“  metamorphosieren und als Fledermäuse, die in der Kunst und Mythologie oft das Böse verkörpern, in die Welt fliegen.

 

 

 

 

 

Böse Vorahnung, Selbstporträt, Acryl, 60x60cm

Bedrohte Freiheit, Acryl, 140x100cm                      Vernunft, wach auf! Acryl, 140x100cm                    Wollust, Acryl, 200x140cm


WERNFRIED HÜBSCHMANN

Dichter & Essayist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Folterkammer mit Blick auf die Sterne

Selbstporträt, 60x60cm

Die Museen

 

In der Stille der Museen, nachts,

wenn die Bilder nach ihren Müttern rufen,

sähe man wandernde Hände, ins Gespräch

 

vertieft mit den Bewegungsmeldern, Schatten

von Stimmen, blühende Linien, eine große Woge,

rittlings von herrlichen Toten bewohnt.

 

Torsen auf der Suche nach Vollendung,

kahle Gänge, von bleiernen Namen erfüllt,

die Ruhe vor dem Sturm auf alte Meister,

 

die wissen: hinter den Bildern wird's licht,

und Farben und Stoffe, kopfunter gehängt,

eine Folterkammer mit Blick auf die Sterne.

 

 

Das Auge

 

Das Auge selbst, uns gänzlich unbekannt,

wir wissen nur: zwei Pfeile im Gesicht

verankert, in der Schädelhöhle: Licht,

vom Außen eingeschleust ins Binnenland

 

im Kopf. Der Weltraum steht spiegelverkehrt,

die Linse dämpft die irre Überblendung

und übersetzt die unverstandne Sendung

in eine Matrix von begrenztem Wert.

 

Was wir erkennen, sind die Projektionen

aus kryptischer Geschichte, aufzuschreiben

erhöht die Chancen, dass sie uns verschonen

 

mit Zielumkehr, sonst wären wir die Scheiben

in einer Bienenwelt, nutzlose Drohnen,

Freiwild, gesichtet, um es totzutreiben.


aus: Wernfried Hübschmann,

Nachrichten aus dem Inneren der Stimme. Gedichte, edition promenade, Fürth 2013, Band I der TRILOGIE, S.47 & S.55


REIMUND KASPER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich trage den Hut der Freiheit, Selbstporträt, 60x60cm

Die Macht des Wortes, 100x160cm.                                                    Die nackte Maja, 90x120cm.                                               Es lebe die Ignoranz!, 100x140cm


JOEY SCHMIDT-MULLER

 

Sein oder Schein. Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Ein Wahn, ein Trugbild, nur Fantasien, Empfindungen, Verstehen?

Jeder Mensch folgt seiner eigenen Wirklichkeit. Unsere Augen nehmen Formen wahr, unser Ohr hört Geräusche, unsere Nase erlebt Gerüche und unser Tastsinn erfährt Körperempfindungen. Das Bewusstsein verbindet all diese Wahrnehmungen von Erlebtem aus der Vergangenheit und dem Jetzt-Zustand zu einem fortwährend angepassten und damit zu einem veränderlichen Bild der sichtbaren Welt, die wir für die Wirklichkeit halten und darauf mit Gefühlen und Handlungen reagieren.

 

 

Ich und meine Dämonen, Selbstporträt, Ölpastell, 60x60cm

Der dumme Esel, Ölpastell, 100x100cm                                 Die Kinderbraut, Ölpastell, 100x100cm                                    Der Tod der Bienen, Ölpastell, 100x100cm