Alfred Gockel


Alfred Gockel, 1952 geboren in Lüdinghausen

 

1973 beginnt er sein Studium im Bereich Design an der FH Münster. Nach erfolgreichem Abschluss wird er für zwei Jahre Lehrbeauftragter für druckgrafische Techniken an seiner Fachhochschule engagiert, arbeitet aber zugleich erfolgreich als Designer und Maler.
Dem Drang nach freier künstlerischer Entfaltung folgend, beendet er seine Arbeit bei der FH Münster und widmet sich ganz seiner bildnerischen Tätigkeit. Alfred Gockel ist Künstler aus Leidenschaft.

 

1982 gründete er den Kunstverlag Avant Art, der seine Kunstdrucke und limitierten Graphiken international verbreitet. Er nimmt an vielen internationalen Kunstmessen teil und 1985 gelingt ihm auf der Art Expo New York der Durchbruch in den USA.
In den Jahren 1982- 2006 werden mehr als 125.000.000 Reproduktionen seiner Malerei über Kunsthändler und Galeristen in der ganzen Welt verkauft.

 

1988 erwirbt er ein historisches Mühlengebäude in Lüdinghausen/ NRW und baut es zu einem druckgrafischen Zentrum um. Es bietet genügend Platz für seinen Wohnbereich, ein großzügiges Atelier und einen Galeriebereich auf zwei Etagen.

 

1999 folgt der Bau eines neuen Hallenkomplexes als Art Factory.

 

2006 wird er zum offiziellen Künstler der Winterspiele für Amerika ausgewählt. Es schließen sich Einladungen zur Erstellung künstlerischer Werke für die US Open in New York an. Als offizieller Künstler des Smooth Jazz Festivals in Panama City Beach 2009 und des North Sea Jazz Festivals zeigt er seine Fähigkeit vor rund 25.000 Menschen auf der Bühne live zu malen.
Neben seiner Vorliebe, aktiv mit dem Publikum zu arbeiten, gilt seine besondere Aufmerksamkeit der Skulptur im öffentlichen Raum. Die wohl meist gesehene und von ihm entworfene Skulptur "Gelber Engel“ am Kamener Kreuz wird 2011 aufgestellt. 2015 folgt die Schwinge der Autobahnausfahrt in Münster- Hiltrup.

 

1994-2002
Ausstellungen: Kassel/Bad Homburg/Nottuln/Erlangen/Maastricht
2004
Ausstellungen: Bures Art - Tschechien/"Schwarzes Gold“ - Selm
2005
Skulpturenausstellung - Rees/Painting Workshop mit Kindern im ST. Joseph Hospital - Tampa USA
2006
Ausstellungen: "Dynamische Körper" im Koenraad Bosman Museum - Rees
Design des offiziellen Posters  der olympischen Winterspiele 2006  - Turin
2007
Ausstellungen:  Gallery 23 - Dublin (IR)/Park West Gallery - Detroit 
2008
Ausstellung:  Galerie Anders - Lünen
2009
Ausstellungen:  Galerie Hoff – Ahaus/Galerie Wehr – Pulheim/Park West Gallery - Detroit USA
"Dynamische Körper“ Galerie Jaeschke – Braunschweig/VIP ATP Charity Veranstaltung - Braunschweig
2010
Ausstellungen:  Galerie Hebler - Bochum/Galerie Loven - Jülich/Galerie Kaschenbach - Trier
Mac Fine Art Group Miami - USA/Galerie Hunold - Greven
"Schachtzeichen“ Interhydraulik - Selm/Galerie Soeten - Gronau
Live Painting Jazz Festival - Gronau/Galerie Hess  -  Karlsruhe              
"Horizonte 2010“ - Lüdinghausen/Audalis - Dortmund
2011
Ausstellungen:  Galerie Loven - Jülich/Galerie Beeldkracht - Niederlande
Live Painting Seabreeze Jazz Festival Florida USA/Schloß Potzneusiedel in Österreich
Gallery Wentworth - Florida USA/Projekt "Gelber Engel" -  Kamener Kreuz A1/A2
2012
North Sea Festival - Rotterdam ( NL)/Ausstellung Galerie Walentowski
Gallery Baterbys - Orlando USA
2013
Live Painting Douglas Elemantary School - Raleigh USA/Volksbank -  Meppen
Ausstellung "Bewegte Körper“ Atelier Gockel
2014
Projekt "Malen mit Kindern“ - Bergkamen/Ausstellung Sijben - Roermond (NL)
Galerie  Atelierspuren - Meppen/Live Painting Museumsfest Burg Lüdinghausen
Weihnachtsausstellung Atelier Gockel - Lüdinghausen
2015
Projekt Autobahnskulptur Münster - Hiltrup/Kulturwoche Lindern/Kunstmesse - Hamm
Art Kamen - Kamen/Live Painting Weihnachtsgala Kevelaer
2016
Ausstellungen: "Alchemie der Kunst“ - Soest/Art Kamen - Kamen
Young Wings Charity mit Fußballer Thomas Müller - München/Art Sylt - Sylt
"Zirkuslust“ Atelier Gockel - Lüdinghausen
2017
Ausstellungen: Art Lingen- Lingen, Affortable Art Fair- Amsterdam
2018
Ausstellungen: Flower Power – Lüdinghausen , Lindern
Art Kamen , Enthüllung Skulptur Selm                          


“Ich lebe in einer Gesellschaft, die immer ignoranter, egoistischer und dekadenter wird, und Goya ist mir ein Vorbild die „Lautstärke“ zu entwickeln, mit den mir gegebenen Fähigkeiten der auseinander-fliegenden Welt den Spiegel vorzuhalten.“


Das Vermächtnis

Francisco de Goya ist für mich einer der wichtigsten Künstler der letzten 500 Jahre. Er ist Vorreiter der modernen Druckkunst und hinterlässt mit seinen sozialkritischen Zyklen "los Caprichos“, "Destino“ und "Desastres de la Guerra“ bedeutende druckgrafische Werke.

 

Zu Goyas Stellenwert in der Geschichte der Radierkunst:
Dürer ist der erste Künstler, der die Druckgrafik als neues Medium entdeckt, Rembrandt, überwältigt von dessen ausdrucksstarken und detaillierten Radierungen verfeinert die Technik und experimentiert mit ihr. Goya steht an der Schnittstelle zwischen der klassischen Perfektion und dem experimentellen und virtuosen Umgang mit diesem Medium. Durch die Anwendung der Aquatinta -Technik optimiert er die Drucktechnik und öffnet die Tür zu neuen Dimensionen. Picasso, beeindruckt von Goyas Technik und Aussagekraft der bereits erwähnten Zyklen, hätte seine bedeutende "Suite Vollard“ und seine "Suite 347“ ohne Goya wohl nicht entstehen lassen.
Miro und Dali, um nur einige zu nennen, nehmen den Stab auf und tragen diese Ausdrucksform ins 20. Jahrhundert. Meine Aufgabe sehe ich darin, diese immer mehr ins Abseits verschwindende Technik weiterzuführen.
 
War die Kunst vor Goya vorwiegend schmückende Malerei, nimmt Goya, geprägt durch seine Krankheit und damit einer geänderten Sinneswahrnehmung, eine neue Funktion des Künstlers in der Gesellschaft ein:

Er kritisiert!

Mit dem ihm gegebenen Fähigkeiten lehnt er sich auf gegen bestehendes Unrecht! Mit der Veröffentlichung seines Radierzyklus, "Desastres de la Guerra“, in dem er die Grausamkeiten des spanischen Bürgerkrieges auf  BEIDEN Seiten aufzeigt, startet er einen Affront gegen seine Geld- und Auftraggeber, den Adel und den Klerus, und nimmt Benachteiligungen und letztendlich auch die Veränderung seines Lebenslaufes in Kauf. Das ist die Geburtsstunde der unabhängigen Kunst. Der Künstler ist keinem Auftraggeber, sondern nur sich selbst und seinen Idealen verpflichtet. Diese Kunst ist wertvoll, weil sie sich befreit hat von den Interessen der Macht, aufrührt, anstößt, zum Denken anregt. Das neue Selbstverständnis der Künstler seit Goya trägt sich fort bis in die Gegenwart. Ich fühle mich gerade jetzt in der "Neuen Welt der Unterordnung“ verpflichtet anzustoßen und Stellung zu beziehen. Ich nutze die Lautstärke meines Farbspektrums und die Kraft meines Malgestus, um aufzurütteln und aufmerksam zu machen auf Missstände der heutigen Zeit.

Text © Alfred Gockel