Die Künstler der Gruppe UNWETTER. V.l.n.r.: Joey Schmidt-Muller, Wernfried Hübschmann, Reimund Kasper, Alfred Gockel.

 

PRESSEMITTEILUNG

 

GOYA RUFT DIE GEISTER

Neue Künstlergruppe UNWETTER gegründet

 

Die Maler Alfred Gockel, Reimund Kasper, Joey Schmidt-Muller und der Schriftsteller Wernfried Hübschmann haben sich unter dem Namen UNWETTER zu einer Künstlergruppe zusammengeschlossen. Das erste gemeinsame Projekt widmet sich dem großen Spanier Francisco de Goya (1746-1828), der wie kaum ein anderer gezeigt hat, wie eine Zeit des Um- und Aufbruchs künstlerisch fruchtbar gemacht werden kann. Die vier beteiligten Künstler stellen sich bewusst der Herausforderung, diese Aufgabe für unsere Zeit anzupacken, sowohl individuell als auch im ästhetischen und politischen Raum. Erste Ausstellungen, Publikationen und Aktionen der Künstlergruppe UNWETTER sind ab Mitte 2019 geplant.

 

YOUTUBE        Text © Wernfried Hübschmann, 12.12.2018


Zum Jahresende 2018 haben sich die Künstler Alfred Gockel aus Lüdinghausen, Reimund Kasper aus Kamen, Joey Schmidt-Muller aus Basel und der Schriftsteller Wernfried Hübschmann aus Schopfheim in Kamen zusammengefunden und eine neue Künstlergemeinschaft gegründet. Die Gruppe führt den Namen UNWETTER, eine Reaktion auf unsere ins Wanken geratene Weltsituation. Vier engagierte Menschen sind der Meinung, dass mit ihrer künstlerischen Arbeit ein weiteres politisches Statement in die Welt abgegeben werden sollte.

 

Für die vier Mitglieder der Gruppe UNWETTER kristallisierte sich der Gedanke heraus, dass Zeit relativ ist und die Gemeinheiten in unserer Zeit sich nicht geändert haben. Der Glaube, dass die Welt sich immer zum Besseren bewegt, kann ein trügerisches Narrativ sein. Dass die Kunst die Gesellschaft nicht fundamental ändert, ist uns Künstlern wohl bewusst, aber wir glauben, dass mit unseren politisch-künstlerischen Aussagen ein neues Bewusstsein für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit heranwachsen kann.

 

Warum Goya?

 

Das erste Projekt befasst sich mit dem Leben und Werk des bedeutenden spanischen Malers Francisco de Goya (1746-1828). Er zählt zu den wichtigsten Wegbereitern der europäischen Moderne und steht für ein Menschenbild zwischen Aufklärung und Romantik. Goya war Auftrags-maler am spanischen Hof, avancierte aber zum Freidenker und Ankläger seiner Zeit. Für die Künstler der Gruppe UNWETTER bildet das Œuvre Goyas die Grundlage für eine umfangreiche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

Goya ruft die Geister

 

Der Projekttitel der Künstlergruppe UNWETTER lautet: Goya ruft die Geister. Die Strahlkraft der Werke Goyas reicht bis in die heutige Zeit und veranlasst die vier Künstler, den zeitlosen Themen des spanischen Malers einen neuen Geist einzuhauchen.

 

In den 1790er Jahren schuf Goya mit den Caprichos eines seiner berühmtesten grafischen Werke, die heute eine zentrale Grundlage für die Projektarbeit der Gruppe UNWETTER bilden. Die Caprichos sind eine Serie von satirischen, grotesken, rätselhaften und unheimlichen Druckgrafiken, welche die gesellschaftlichen Missstände, menschliche Schwächen sowie persönliche Erfahrungen und Fantasien des spanischen Malers thematisieren. In Goyas Visionen von Gewalt und Perversion werden die realen und filmischen Albträume unserer Gegenwart eindringlich greifbar.

 

Projektstart

 

Das Projekt soll ab Mitte 2019 an den Start gehen und wird mit einem umfangreichen Katalog ausgestattet, um die ca. 60 großformatigen Bilder, Grafiken und Texte zu dokumentieren. Dieser erste Katalog soll Museen, Galerien und weitere Kultureinrichtungen über den Stand des Projektes informieren und das Interesse an diesem Kunstprojekt wecken.

 

Um die Arbeiten Goyas in ihrer Tiefe zu erfahren, rezipieren die Projektteilnehmer Fachliteratur, unterhalten einen regen Meinungsaustausch und fliegen nach Madrid, um vor Ort im Museo del Prado die Originale zu studieren.

 

Text © Reimund Kasper